Badekappen sind nicht einfach nur etwas, das man sich vor dem Sprung ins Wasser überstülpt. Unserer Erfahrung nach merkt man den Unterschied sofort beim Schwimmen. Die Haare bleiben an Ort und Stelle, der Wasserwiderstand ist geringer und man hat nicht mehr das ständige Ärgernis, wenn sich die Haare verheddern.
Silikon und Latex Das sind die beiden, mit denen wir am häufigsten zu tun haben. Auf den ersten Blick sehen sie ähnlich aus, aber der regelmäßige Gebrauch zeigt ein anderes Bild. Welche ist also besser? Ehrlich gesagt, kommt es darauf an, wie oft du schwimmst und was dir wichtiger ist – Komfort, Haltbarkeit oder einfach nur, dass deine Haare nicht verfilzen.

Wie fühlen sich Silikon und Latex in der Praxis an?
Silikonkappen Sie fühlen sich weich, aber dennoch fest an. Sie dehnen sich gleichmäßig, ziehen kaum an den Haaren und verrutschen auch nach mehreren Bahnen nicht. Wir haben Badekappen im Einsatz, die über ein Jahr lang täglich im Schwimmbad gehalten haben, ohne sichtbare Abnutzungserscheinungen. Die glatte Oberfläche macht im Wasser einen kleinen, aber spürbaren Unterschied. Viele Leistungsschwimmer schwören beim Training und Wettkampf auf Silikonkappen.
Latex ist dünner und leichter. Es ist dehnbar und fast schwerelos. Bei langen Haaren kann es jedoch beim Aufsetzen der Badekappe hängen bleiben und ziehen. Eltern beobachten häufig, dass Kinder sich über Latex-Badekappen beschweren. Nach einigen Monaten beginnt Latex auszubleichen oder Risse zu bekommen. Manche Schwimmer reagieren allergisch auf Latex, daher sollte man dies bedenken.
Silikon scheint Poolchemikalien, Sonnenlicht und sogar offenes Wasser besser zu vertragen. Latex reagiert schneller, weshalb es sich in der Regel schneller abnutzt. Das sind lediglich Beobachtungen aus wiederholter Nutzung, keine Labortests.
Wir beobachten auch Unterschiede je nach Haartyp. Dickes oder lockiges Haar verträgt Silikon deutlich besser, während feines Haar manchmal etwas leichter verrutscht, aber dennoch besser als mit Latex zurechtkommt. Für Kinder oder Schwimmanfänger ist Silikon meist eine Erleichterung – weniger Ziepen, weniger Stress, weniger Tränen.
Fertigungshinweise, die wir gesehen haben
Silikon wird üblicherweise geformt – entweder durch Kompression oder durch LIM-Verfahren. Dadurch erhält die Kappe eine glatte und gleichmäßige Oberfläche. Die Kanten sind sauber verarbeitet. Logos, Farben und Muster bleiben erhalten. Die Dicke ist variabel: Standardkappen sind komfortabel, dickere Kappen halten länger und bieten besseren Schutz für das Haar.
Latex wird meist getaucht. Die Form wird mehrmals in flüssigen Latex getaucht, trocknet, und fertig ist die Abdeckung. Simpel, funktioniert gut für dünne Abdeckungen, aber die Dicke ist manchmal ungleichmäßig. Dünne Stellen reißen schneller, die Oberfläche ist nicht so glatt. Das fällt uns in echten Pools auf.
Wir haben auch Silikonkappen mit verstärkten Rändern oder strukturierter Oberfläche für besseren Halt gesehen. Manche Schwimmer bevorzugen diese für Freiwasserschwimmen oder lange Trainingseinheiten, da sie beim Wenden weniger verrutschen. Latex bietet diese Eigenschaften selten – es ist einfacher, aber leichter.

Komfort, Haltbarkeit, Luftwiderstand
Wir haben beide im Training, im Freiwasser und bei Wettkämpfen getragen.
- Komfort & Passform: Silikon bietet guten Halt, ohne an den Haaren zu ziehen. Latex fühlt sich leicht an, kann aber stärker ziehen und verrutschen, insbesondere bei längeren Haaren.
- Haltbarkeit: Silikon ist chlor- und sonnenbeständig. Einige unserer älteren Silikonkappen sind auch nach einem Jahr noch funktionsfähig. Latex hält in der Regel nur wenige Monate, bevor es reißt oder ausbleicht.
- Luftwiderstand & Schutz: Silikon ist dicker, wasserabweisend und gleitet geschmeidiger. Latex ist dünner, lässt mehr Wasser durch, bietet im Neuzustand einen etwas geringeren Widerstand, verschleißt aber schnell.
- Aussehen: Silikon ist farb- und druckbeständig. Latex verblasst und blättert ab.
- Allergie: Silikon ist für die meisten Menschen unbedenklich. Latex kann Reaktionen auslösen.
Hallenbäder mit hohem Chlorgehalt verkürzen die Lebensdauer von Latex. Freiwasserbecken sind zusätzlich Sonne, Salz und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Silikon ist da weniger empfindlich. Deshalb bevorzugen Triathleten und ambitionierte Schwimmer Latex.
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Unterschiede im Wasserwiderstand bei längeren Schwimmstrecken deutlicher bemerkbar machen. Silikon sorgt durch seine glatte Passform für ein gleichmäßigeres Start-, Wende- und Gleitgefühl. Latex kann sich mit der Zeit leicht dehnen oder Falten bilden, wodurch sich kleine Wasserblasen bilden und die Geschwindigkeit verringert wird.
Praxistipps, die wir gesammelt haben
Wir haben schon oft gesehen, wie Schwimmer, besonders Kinder oder Anfänger, Probleme damit haben, dass sich ihre Haare in der Badekappe verfangen. Unser Tipp: Die Haare zuerst zu einem tiefen Dutt oder Zopf binden und dann die Silikonkappe darüberziehen. Latex erfordert etwas mehr Geduld, und selbst dann zieht es noch.
Manche Leistungsschwimmer tragen zwei Silikonkappen mit der Schwimmbrille dazwischen. Das klingt ungewöhnlich, reduziert aber den Wasserwiderstand und verhindert, dass die Brille verrutscht. Wir haben es selbst in langen Trainingseinheiten ausprobiert – und es funktioniert erstaunlich gut.
Silikonkappen lassen wir bei der Lagerung einfach flach an der Luft trocknen. Nicht falten, nicht in der Sonne lagern. Latex ist bei der Lagerung etwas unempfindlicher, wird aber trotzdem spröde, wenn es warm ist. Im Laufe der Jahre ist es uns ein paar Mal passiert, dass Kappen in der Sonne liegen gelassen wurden – Silikon hat das besser überstanden, Latex war innerhalb weniger Tage unbrauchbar.

Preis und Leistung – Was wir gesehen haben
Latex ist günstig, daher eignet es sich gut für Gelegenheitsschwimmer oder wenn man ein Dutzend Paar für Schwimmkurse benötigt. Silikon ist in der Anschaffung teurer, hält aber länger. In Schwimmvereinen oder für regelmäßige Schwimmer ist es oft insgesamt günstiger, da man es nicht alle paar Monate austauschen muss.
Wir haben auch festgestellt, dass Marken eine Rolle spielen. Manche billigen Silikonkappen dehnen sich schlecht oder reißen leicht – es lohnt sich, etwas mehr Geld für Modelle auszugeben, die, wie wir getestet haben, eine ganze Saison oder länger halten. Bei Latexkappen gilt in der Regel: “Man bekommt, was man sieht”, daher ist es ein Glücksspiel, wenn man Wert auf gleichbleibende Qualität legt.
Wählen Sie das, was für Sie funktioniert
Regelmäßige Schwimmer, Trainer und Kinder kommen mit Silikon meist besser zurecht. Es ist strapazierfähig, bleibt flexibel, schützt das Haar und ist sanfter zur Haut. Leistungsschwimmer schätzen, dass es gut hält und Logos gut sichtbar sind.
Latex ist in Ordnung, wenn man nur gelegentlich schwimmt oder eine günstige Alternative sucht. Man muss jedoch mit kürzerer Lebensdauer, stärkerem Haarausreißen und besonderer Sorgfalt bei langen Haaren rechnen. Personen mit einer Latexallergie sollten auf Latex verzichten.
Wir raten Eltern oft: Für wöchentliche Trainingseinheiten mag Latex ausreichen. Für tägliches Training oder Mannschaftsübungen spart Silikon auf lange Sicht Ärger und Geld.
Umwelthinweise
Latex ist natürlich und biologisch abbaubar. Dadurch gelangen weniger Materialien in die Natur, doch der häufige Austausch führt zu mehr Abfall. Auch Gummibäume benötigen Platz und Ressourcen. Silikon ist zwar nicht so leicht abbaubar, hält aber länger, wodurch weniger Verschlüsse weggeworfen werden müssen. Recycling und Wiederverwendung tragen dazu bei, sodass Silikon langfristig die praktischere Lösung sein kann.
Wir haben beobachtet, dass einige Vereine Silikonkappen, die noch in gutem Zustand sind, für die Trainingsmannschaften wiederverwenden – das reduziert den Abfall erheblich. Latex wird dafür zu schnell zu spröde.

Tägliche Arbeit mit Silikon
Wir beschäftigen uns täglich mit Silikonkappen – von den Materialien über die Formgebung und Tests bis hin zu den Erfahrungen von Schwimmern. Was funktioniert auch nach Monaten noch, was reißt zu schnell, was schützt das Haar am besten? Wir konzentrieren uns auf praktische Lösungen, nicht nur auf technische Daten.
Wenn Sie an robuste Silikonkappen oder individuelle Designs denken, beraten wir Sie gerne anhand dessen, was sich in Pools und offenen Gewässern tatsächlich bewährt. Farben, Dicke, Griffigkeit – diese Aspekte sind wichtiger als irgendwelche Marketingbegriffe.